2026: Das ist neu

Neues Jahr mit Ausblick: Was ändert sich bei Energie und Wasser?
Der Jahresbeginn ist immer Anlass für Neuerungen – manche gelten schon, einige zeichnen sich ab. Wir haben die wichtigsten für Sie herausgepickt mit dem Fokus auf die Themen Energie und Wasser.
Neue Fördergelder von der N-ERGIE
Das CO2-Minderungsprogramm der N-ERGIE belohnt seit 30 Jahren das Engagement der Kundinnen und Kunden für den Klimaschutz. Auch dieses Jahr stehen wieder 800.000 Euro für Maßnahmen bereit. Wir fördern den Einbau von Wärmepumpen, die Umstellung auf Fernwärme, die Installation von Heimspeichern und Wallboxen und den Kauf effizienter Haushaltsgeräte. Weitere Infos und Antragsformulare finden Sie hier.
Förderung für E-Autos kommt wieder
Private E-Autos und Plug-in-Hybride werden wieder gefördert. Die Förderung bei Kauf oder Leasing von elektrisch angetriebenen Neuwagen beträgt maximal 5.000 Euro. Die Regierung hat das Förderprogramm ab Jahresanfang geplant. Die EU muss der Beihilfe noch zustimmen. Unabhängig davon bleiben E-Autos bis 2035 von der Kfz-Steuer befreit.
CO2-Preis steigt
Zum 1. Januar 2026 ist der CO2-Preis erneut gestiegen: Statt einem Fixpreis von 55 Euro pro Tonne gilt nun ein Preiskorridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne. Die Verbraucher*innen spüren das an den Preisen an der Tankstelle und beim Heizen mit fossilen Energien. Die CO2-Steuer gibt es seit 2021. Sie ist ein Anreiz, damit weniger Treibhausgase ausgestoßen werden.
Gasspeicherumlage entfällt
Seit dem 1. Januar 2026 zahlen die Verbraucher*innen keine Gasspeicherumlage mehr. Diese wurde eingeführt, um die Kosten für das Befüllen von Gasspeichern in Deutschland zu decken, als 2022 eine Gasmangellage drohte. Die Umlage betrug zuletzt 0,289 Cent pro Kilowattstunde für die Verbraucher*innen.
Neue Grenzwerte für PFAS greifen
Seit 12. Januar gelten verschärfte Grenzwerte beim Trinkwasser – unter anderem für Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen, kurz PFAS. Diese auch als Ewigkeitschemikalien bekannte Stoffgruppe ist in vielen Alltagsprodukten enthalten und unter natürlichen Bedingungen nicht abbaubar. Im Trinkwasserverteilnetz der N-ERGIE liegen die Werte (soweit überhaupt nachweisbar) weit unter den neuen Grenzwerten. Sämtliche Analysewerte für das Nürnberger Trinkwasser sind im Internet veröffentlicht.
Industriestrompreis kommt
Ebenfalls ab 2026 sollen energieintensive Unternehmen nur noch 5 Cent pro Kilowattstunde Strom bezahlen müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Der vergünstigte Preis gilt für die Hälfte des Verbrauchs. Die Förderung wird rückwirkend ausbezahlt.
Leichte Preisanpassung bei Strom und Erdgas
Nach der deutlichen Preissenkung im vergangenen Jahr hob die N‑ERGIE zum 1. Januar 2026 ihre Preise für Strom und Erdgas leicht an. Hintergrund der Anpassung sind die gesetzlich festgelegten höheren CO2-Kosten und gestiegene Netzentgelte. Diese beiden Effekte übersteigen die Entlastung durch den Wegfall der Gasspeicherumlage.
Weitere Anpassungen bei der Klimapolitik
Neben den bereits umgesetzten Änderungen sind weitere Maßnahmen im Gespräch. Die festen Einspeisevergütungen für neue Photovoltaik-Anlagen stehen in diesem Jahr ebenso auf dem Prüfstand wie das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Als Gebäudemodernisierungsgesetz soll es mit überarbeiteten Regeln zum Klimaschutz beitragen. Auch für Strom aus PV-Anlagen soll es demnächst neue Möglichkeiten geben: Überschüsse könnten per Energy Sharing von Nachbarn genutzt werden. Außerdem zählen E-Autos künftig als Speicher. Das schafft die gesetzliche Grundlage für bidirektionales Laden – sofern Fahrzeuge und Ladestationen technisch dazu in der Lage sind. Weiter geht es auch 2026 mit dem Smart-Meter-Rollout, der die Digitalisierung der Energiewende ermöglicht.