2026 – durchs Jahr, durch die Region

Landkreis Roth: Eis ist ein seltenes Phänomen auf dem Rothsee – nicht nur wegen der wärmeren Temperaturen, die der Klimawandel mit sich bringt. Der Rothsee ist ein Staubecken, dessen Wasserspiegel sehr schwanken kann. Das bewirkt, dass sich das Eis bewegt, selbst wenn die Temperaturen über einen längeren Zeitraum unter null sind. Es kann also nicht stabil oder gleichmäßig hart werden. Wie verlockend das Eis auf dem Rothsee auch aussehen niemals betreten!
Zu jeder Jahreszeit Schönes entdecken
Die 29.000 Kilometer unseres Stromnetzes verbinden vor allem Städte und Gemeinden in Mittel- und Unterfranken. Im Süden reicht das Verteilnetz der N-ERGIE bis nach Oberbayern hinein, im Westen in die Oberpfalz und im Osten nach Schwaben – insgesamt eine Fläche von 8.400 Quadratkilometern.
Was die nüchternen Zahlen nicht ausdrücken können: wie traumhaft schön unsere Region ist. Dabei hat jede Jahreszeit ihren Reiz. Das zeigen diese Motive mit ganz persönlichen Momentaufnahmen und eindrucksvollen Impressionen aus unterschiedlichen Orten in unserem Netzgebiet. Vielleicht ist auch Ihr Heimatort dabei oder eine Aussicht, die Sie persönlich kennen?

Jahrsdorfer Haus, Hilpoltstein, Landkreis Roth
Namensgeber für das Jahrsdorfer Haus ist Veit von Jahrsdorf. Er hat das repräsentative Gebäude 1523 auf den Grundmauern eines romanischen Wohnturms gebaut. Es liegt direkt am Stadtweiher an der mittelalterlichen Stadtmauer von Hilpoltstein. Das Haus ist in Familienbesitz und wurde seit den 1980er-Jahren aufwendig restauriert.
Das Erdgeschoss ist aus massivem Sandstein, die oberen Stockwerke aus Fachwerk, darüber ein Schopfwalmdach. Übrigens: Die Ziegelausfachung ist aufgemalt – eine Besonderheit in Mittelfranken. Die markante Fassade ist ein beliebtes Fotomotiv bei den Besucherinnen und Besuchern von Hilpoltstein.

Ludwigskanal bei Burgthann (Schleuse 33), Landkreis Nürnberger Land
Der Ludwigskanal ist ein stilles Industriedenkmal mit hohem Naherholungswert: ruhiger Wasserlauf, naturbelassene Treidelpfade, Rad- und Wanderwege entlang ehemaliger Schleusen und Dämme. Die Treidelboote fuhren dort schon kurz nach der Fertigstellung des Kanals. Diese „Frachtschiffe ohne Motor“ wurden von Pferden über Treidelpfade gezogen.
Das Treidelschiff „Elfriede“, etwa 1920 erbaut, fährt seit 1996 an ausgewählten Sonntagen ab der Gaststätte „Zum Ludwigskanal“ in Schwarzenbach. Wer mitfährt, bekommt interessante Infos zur Geschichte des Kanals und zum Treideln. Außerdem gibt es in der Burg Burgthann ein Kanalmuseum, in dem man viel erfährt über Treidelschiffe, Schleusen und Kanaltechniken.

Engerling-Scheune, Hofstetten, Landkreis Roth
Die Scheune ist ein markantes Baudenkmal des Kirchdorfes. Das Fachwerkgebäude entstand im frühen 19. Jahrhundert als landwirtschaftlicher Zweckbau und Lager. Sie wurde liebevoll restauriert. Heute finden hier Ausstellungen und Feste statt. Die Fachwerkscheune steht in der der Nähe der gotischen Kirche „Mariä Verkündigung“ von Hofstetten. Diese wurde im 14. Jahrhundert gebaut, vermutlich im Aufrag des Klosters Waldersbach bei Regensburg. Hofstetten wurde 1142 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort liegt im idyllischen Wiesengrund der kleinen Roth.

Wald bei Rügland, Landkreis Ansbach
Im Bezirk Westmittelfranken gibt es rund 123.000 Hektar Wald. Davon sind etwa 52.000 Hektar Laubholzt, zum Beispiel Eiche, Buche, Ahorn, Hainbuche. Rund 71.000 Hektar sind Nadelbäume wie Kiefer, Fichte, Douglasie oder Lärche. Die Kiefer dominiert mit etwa 31 Prozent, gefolgt von der Fichte mit rund 23 Prozent (Bundeswaldinventur 2022). Beide Arten sind zunehmend gefährdet durch Tockenheit, Extremwetter und Schädlinge wie den Borkenkäfer. Deshalb unterstützen die Forstbehörden den Waldumbau zugunsten stabilerer Mischwälder.
In frühgeschichtlicher Zeit war das Gebiet rund um Ansbach noch fast vollständig mit Wald bedeckt. Zur Zeit der Römer entstanden erste Rodungsinseln. Mit dem Vorrücken fränkischer Siedler ab dem 6. Jahrhundert wurde der Wald mehr und mehr zurückgedrängt. Die Nachfrage nach Bau- und Brennholz nahm zu. Von der wenig schonenden Waldbewirtschaftung profitierten die in ihrer Jugend widerstandsfähigen Nadelbäume.

Castell Sablonetum, Ellingen, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Im Vergleich zum nahe gelegenen Weißenburg ist dieses kleine Kastell eher unscheinbar. Und doch ist Sablonetum, das „Lager am Sand“, etwas Besonderes. Im Gegensatz zu vielen anderen Stützpunkten wurde es nicht zerstört, sondern um 233 n. Chr. während der Alemannenkriege planmäßig aufgegeben. Gut 100 Jahre zuvor (etwa im Jahr 120) wurde Castell Sablonetum gegründet, zuerst als Holz-Erde-Lager. Rund 60 Jahre später wurde es durch eine massivere Steinbefestigung ersetzt.
Eine Inschrift über einem Kastelltor bezeugt, dass Quintus Spicius Cerialis, römischer Statthalter, die Mauern im Auftrag des Kaisers Commodus bauen ließ. Im Lager war eine Schutztruppe mit 200 bis 250 Soldaten stationiert, die den Limes bewachen sollte. Von 1980 bis 1982 wurde das Kastell erforscht und teilweise rekonstruiert. Die Nordfront und ein Eckturm des UNESCO-Welterbes sind frei begehbar.

Alter Hafen, Marktsteft, Landkreis Kitzingen
Marktsteft hat den ältesten Binnenhafen Bayerns. Der Markgraf von Brandenburg-Ansbach hat ihn ab 1711 bauen lassen. Im 18. Jahrhundert entwickelte er sich zum bedeutenden Umschlagplatz mit Lagerhäusern und Krananlagen. Ein steinerner Kran von 1764 ist noch erkennbar. Viele fränkische Soldaten verließen im Hafen von Marktsteft die Heimat um im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zu dienen. Mit dem Übergang ans Königkreich Bayern (1814) und dem Ausbau der Eisenbahn verlor der Alte Hafen seine Bedeutung und verfiel. 2012 erwarb die Stadt Marktsteft die denkmalgeschützte Anlage. Bis 2024 wurde der Alte Hafen renoviert. Heute ist dort eine Umweltstation mit Gastromnomie untergebracht.

Kreuzeiche Lehrberg, Landkreis Ansbach
500, 700 oder gar 800 Jahre? Wie alt die Stieleiche auf der Frankenhöhe wirklich ist, weiß niemand genau. Sie gilt als ältester Baum im Naturpark Frankenhöhe und ist als Naturdenkmal geschützt. Der Name „Kreuzeiche“ wird einerseits auf die Kreuzung historischer Wege an ihrem Standort zurückgeführt, andererseits auf die kreuzförmig abzweigenden Äste. Der Kronendurchmesser der mächtigen Eiche wird mit etwa 20 Metern angegeben, früher soll er noch größer gewesen sein.
Wer die Kreuzeiche besuchen möchte, findet sie bei Hürbel am Rangen auf dem Bocksberg. Die Kreuzeiche liegt auf der Gemarkung der Gemeinde Lehrberg. Im Wald südwestlich von der Kreuzeiche findet man den Gumbertusbrunnen. Er fasst die Quelle des Onoldsbaches (Stadt Ansbach). Ein Sühnekreuz aus Sandstein zeugt südlich von der Kreuzeiche von einem Verbrechen an dieser Stelle. Es stammt aus dem Mittelalter.

terroir f, Rödelsee, Landkreis Kitzingen
Ist hier ein Raumschiff gelandet oder handelt es sich doch eher um ein überdimensionales Fernrohr? Jedenfalls fällt sie auf, die Röhre aus dem Mineralwerkstoff Corian. Sie erhebt sich elegant und minimalistisch auf Stelzen über den Reben.
Der „terroir f“-Punkt in Rödelsee, am Fuße des Schwanbergs, ist eine begehbare Installation und informiert die Besucherinnen und Besucher über die Rebsorte Silvaner. Sie wurde in dieser Gegend erstmals in Deutschland angebaut. Insgesamt gibt es in den fränkischen Weinlagen 21 „terroir f“-Punkte. Es sind Aussichtspunkte oder Landmarken, an denen man sein Weinwissen erweitern kann. Die „Rödelseer Röhre“ wurde 2020 eröffnet und ist ein guter Platz für ein Picknick mit Aussicht oder Ausgangspunkt für einen Spaziergang auf den Schwanberg.

Happurger Stausee, Hersbrucker Alb, Landkreis Nürnberger Land
Der Happurger Stausee wurde 1955/58 angelegt. Er liegt in der malerischen Mittelgebirgslandschaft der Hersbrucker Alb, umgeben von den Bergen Houbirg (618 Meter) und Deckersberg (586 Meter). Der See ist ein beliebtes Ziel für Segler, Surfer und Angler. Wanderer und Mountainbiker nutzen die Wege rund um das Naherholungsgebiet.
Der See dient als Unterbecken des stillgelegten Pumpspeicherkraftwerks Happurg, dessen Oberbecken sich auf dem Deckersberg befand. Das Kraftwerk mit einer Leistung von 160 Megawatt hat eine Fallhöhe von 209 Metern und kann rund 850 Megawattstunden Strom speichern. Es ist damit das größte Pumpspeicherkraftwerk in Bayern. 2011 wurde das Kraftwerk wegen Schäden am Oberbecken stillgelegt. Im Sommer 2024 hat das Betreiberunternehmen Uniper angekündigt, das Pumpspeicherkraftwerk nach der Sanierung 2028 wieder in Betrieb zu nehmen.

Blick auf Ippesheim, Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim
Der Marktort mit seinen drei Ortsteilen Bullenheim, Herrenberchtheim und Ippesheim wurde im Jahr 820 erstmals urkundlich erwähnt. Ippesheim feierte 2025 mit zahlreichen Veranstaltungen über das ganze Jahr verteilt sein 1.200-jähriges Jubiläum – wegen der Corona-Pandemie etwas verspätet.
Im Ortskern befindet sich das historische Schloss Ippesheim, das heute unter anderem als Rathaus und Kindergarten genutzt wird. Der Weinbau spielt eine zentrale Rolle im Dorfleben: Ippesheim liegt im Weinparadies Franken und ist bekannt für die Weinbergslage „Ippesheimer Herrschaftsberg“. Das Dorf ist Teil der mittelfränkischen Bocksbeutelstraße und bietet mit dem Weinfest „Rund ums Ippesheimer Schloss” jährlich am dritten Wochenende im Juli ein geselliges fränkisches Erlebnis.
Die Gegend um Ippesheim ist archäologisch sehr bedeutsam, da sich dort eine der ältesten Kreisgrabenanlagen Europas befindet – eine jungsteinzeitliche Siedlung, die etwa 7.000 Jahre alt und damit 2.000 Jahre älter als Stonehenge ist. Die malerische Umgebung lädt zu Wanderungen und Radtouren ein.

Sonnenaufgang bei Uttenreuth, Landkreis Erlangen-Höchstadt
Im Laufe des Monats November verschiebt sich der Sonnenaufgang immer weiter nach hinten – insgesamt etwa um eine Stunde. Die Sonne steigt flach über den Horizont, die Lichtbrechung verstärkt rötliche und orange Farbtöne. Nebel und Feuchtigkeit sorgen für ein diffuses Licht. Ideale Bedingungen für stimmungsvolle Fotos und einen guten Start in den Tag.
Uttenreuth liegt am westlichen Rand des Naturparks Fränkische Schweiz, etwa fünf Kilometer östlich von Erlangen im Tal der Schwabach. Zur Verwaltungsgemeinschaft Uttenreuth gehören auch Buckenhof, Spardorf und Marloffstein.

Heumöderntal bei Treuchtlingen, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Das Heumöderntal liegt im Naturpark Altmühltal, westlich von Treuchtlingen, und ist geprägt von bewaldeten Hügeln, sanften Tälern und Flächen mit Feldern
und artenreichen Wiesen. Es ist ein ideales Ziel für Spaziergänge und Wanderungen. Im Damwildgehege lassen sich die scheuen kleinen Hirsche beobachten. Das Wildgehege ist jederzeit geöffnet und frei zugänglich.
Sobald genügend Schnee liegt, lädt eine Ski- und Naturrodelpiste zum Wintersport ein. Ein Skihang mit Flutlicht und ein Kinderlift für die Kleinen locken die Abfahrerinnen und Abfahrer. Außerdem gibt es am Skilift eine Einstiegsmöglichkeit zu den Treuchtlinger Langlaufloipen (Parkplatz vorhanden). Nach dem Spaß im Freien freuen sich alle über die Einkehrmöglichkeit direkt an der Talstation. Übrigens: Das Heumöderntal ist auch außerhalb der Wintersaison ein beliebtes Ausflugsziel. Mountainbikerinnen und Mountainbiker schätzen den Lift und die zahlreichen Trails.