Gasversorgung: Wie ist die Lage in Nürnberg und der Region?

© N-ERGIE, Ronja Bleier

Reduzierte Erdgaslieferungen und Energiepreise, die regelrecht durch die Decke gehen: Das sind Themen, die uns zurzeit alle beschäftigen. Um Sie über die aktuellen Entwicklungen am Energiemarkt zu informieren und die Auswirkungen zu erklären, haben wir haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Themen Erdgas und Fernwärme für Sie zusammengefasst:

Entwicklung der Gaspreise

Nicht mehr geliefertes Erdgas aus Russland muss zu stark erhöhten Preisen anderweitig beschafft werden, damit die Versorgung gesichert ist. Gleichzeitig müssen die Erdgasspeicher befüllt werden. Beide Vorhaben sind mit erheblichen Mehrkosten verbunden. Daher hat die Politik die Einführung von zwei Gasumlagen zum 1. Oktober 2022 beschlossen. Diese müssen auf alle Erdgaskund*innen verteilt werden.

Aktuelle Informationen zur Gasversorgung in Deutschland liefert auch die Bundesnetzagentur. Neben dem Verlauf der Speicherfüllstände enthält der Lagebericht auch die allgemeine Einschätzung zur Versorgungslage und Preisentwicklung sowie einen Überblick über die aktuellen Verbräuche.

© N-ERGIE, Hajo Dietz

Der N‑ERGIE Kraftwerksstandort in Nürnberg-Sandreuth.

Welchen Einfluss hat das auf die Fernwärmepreise?

Bereits vor dem Angriff auf die Ukraine waren die Energiepreise durch die von der Corona-Pandemie geschwächte Weltwirtschaft erheblich gestiegen. Der Krieg hat nun die Preise für Gas, Öl und Kohle dramatisch in die Höhe getrieben. Da wir die Fernwärme für Nürnberg überwiegend mithilfe von Erdgas produzieren, schlagen sich vor allem die massiv gestiegenen Erdgaspreise auf die Kosten der Fernwärmeerzeugung nieder.

Energie sparen, um gegenzusteuern

Wir sind uns darüber bewusst, dass die gestiegenen Energiepreise eine enorme Belastung bedeuten. Um die höheren Kosten etwas abzufedern, ist Energie einzusparen das wirksamste Mittel.

Zahlreiche Tipps rund um das Energiesparen im eigenen Haushalt haben wir hier zusammengestellt

Die N-ERGIE handelt vorausschauend

Schon 2005 haben wir unsere Erzeugung in Nürnberg-Sandreuth von Kohle auf Erdgas und die Gas-und-Dampf-Technologie umgestellt. 2012 folgte das Biomasse-Heizkraftwerk (BMHKW), das mit Hackschnitzeln aus der Landschaftspflege betrieben wird. Der Wärmespeicher, der Ende 2014 in Betrieb ging, macht das Heizkraftwerk noch flexibler und erhöht die Einspeisemöglichkeiten für erneuerbare Energien. In diesem Jahr wurden im Heizkraftwerk die beiden bestehenden Gasturbinen durch zwei neue Gasturbinen (2 x 56 MW) ersetzt, die bereit für den Energieträger Wasserstoff sind (H2-ready). Für die Zukunft streben wir zusätzlich einen Mix aus Altholzverwertung, der Nutzung von Abwärme über Großwärmepumpen, Erdwärme-Potenzialen, Bioenergie sowie einem perspektivischen Einsatz von Wasserstoff an.

Artikel teilen