Alles wird teurer?

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Steigende Preise sind als Gesprächsthema fast so beliebt wie das Wetter. Und für die meisten ein Aufreger. Ein Blick auf die Preisentwicklung einiger, beliebig ausgewählter Alltagsprodukte hilft beim Einordnen.

Alles wird teurer. Meint man. Und gefühlt steigen die Preise für manche Dinge geradezu unverschämt. Stimmt das? Ein Blick auf einige Alltagsprodukte und ihre Preisentwicklung in den vergangenen zehn Jahren hilft beim Einordnen.

30 Prozent mehr für Sprit

Bei den Spritpreisen stimmt der Eindruck steigender Preise. 2015 lag der Durchschnittspreis für Diesel bei 116,9 Cent pro Liter, im Oktober 2025 bei 158,9 Cent (plus 36 Prozent). Beim Benzin (Super E10) zahlte man vor zehn Jahren an der Tanke durchschnittlich 136,9 Cent, heute sind es 167,2 Cent (plus 22 Prozent). Absolutes „Preis-Highlight“ war das Jahr 2022 mit 194,6 Cent für einen Liter Diesel und 186,0 Cent für Benzin – die Auswirkungen der Energiekrise.

Teure Schokolade, billigere Butter

Süßes Vergnügen und teurer Genuss: Die Preisempfehlung für eine Tafel hochwertige Vollmilchschokolade lag 2015 bei 1,89 Euro. Beim gleichen Hersteller kostet eine 100-Gramm-Tafel heute 3,29 Euro. Das ist eine Preissteigerung von 74 Prozent.

Discounter-Marken sind oft günstiger. Neben schwankenden Rohstoffpreisen spielt auch die Verarbeitung und die Herkunft der Inhaltsstoffe eine Rolle bei der Preisgestaltung. Naschkatzen haben meist ohnehin ihre Lieblingsmarke und schauen dann nicht so genau auf den Preis.

Butter ist dagegen nach einem Preishoch zurzeit wieder günstiger. Das 250-Gramm-Stück kostet beim Discounter mit aktuell 1,50 Euro gerade mal halb so viel wie vor zehn Jahren. Wer allerdings Bioqualität bevorzugt, bezahlt ungefähr das Doppelte und damit etwa gleich viel wie 2015.

Quellen (u.a.): ADAC, BDEW, N-ERGIE

100 Prozent mehr für einen Döner

Döner macht schöner? Jedenfalls geht er ins Geld. Der Preis für einen Döner hat sich in den vergangenen zehn Jahren etwa verdoppelt: von knapp 4 auf etwa 8 Euro – Schwankungen beim Preis gibt es genauso wie bei der Qualität.

… und wie sieht es beim Strom aus?

Auch für Strom müssen die Haushalte tiefer in die Tasche greifen: Sie bezahlen 2025 etwa ein Drittel mehr als zehn Jahre zuvor.  Damals lag der durchschnittliche Strompreis für Haushalte in Deutschland mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) bei 29,6 Cent (ct). In den Jahren 2022 und 2023 schnellten die Preise bedingt durch die Energiekrise auf durchschnittlich 46,3 ct/kWh und 47 ct/kWh hoch. Für 2025 beträgt der Durchschnittspreis 39,6 ct/kWh.

Der Energiepreis bei der N-ERGIE hat sich im Vergleich zum Preis vor zehn Jahren nur wenig verändert: 2015 zahlte unsere Kundschaft für STROM SMART 25,6 ct/kWh (brutto). 2025 sind es 29,88 ct/kWh. Ein Plus von knapp 17 Prozent. 2026 sinken die Energiepreise für dieses Produkt und diese Verbrauchsmenge sogar leicht. Dafür erhöht sich der Grundpreis, weshalb sich für die Kundinnen und Kunden insgesamt eine leichte Steigerung ergibt.

Neue Strom- und Erdgaspreise bei der N-ERGIE

Nach einer deutlichen Preissenkung 2025 passt die N-ERGIE zum 1. Januar 2026 ihre Preise für Strom und Erdgas leicht an. Auch wenn gesetzliche Kosten und Netzentgelte gestiegen sind, bleibt die Anpassung moderat.

Für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt (Jahresverbrauch 3.500 kWh, Produkt STROM SMART) bedeutet das 1,5 Prozent und damit etwa 1,55 Euro mehr pro Monat für Strom – den Gegenwert eines Päckchens Butter. Beim Erdgas (18.000 kWh Jahresverbrauch, Produkt ERDGAS SMART) steigt der Preis um 4,5 Prozent. Die Mehrkosten betragen 7,14 Euro im Monat. Das ist weniger als eine Portion Döner kostet.

Im Vergleich mit regionalen und überregionalen Anbietern bleibt die N-ERGIE auch nach der Preisanpassung bei Strom und Erdgas wettbewerbsfähig und gehört zu den preiswerteren Grundversorgern.

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