Ausschreibung für Batteriespeicher gestartet

© Münch Energie

Der Großbatteriespeicher in Beuna ist ein gefördertes Gemeinschaftsprojekt von N-ERGIE und Münch Energie - basierend auf einer Innovationsausschreibung der Bundesnetzagentur.

Als einer der ersten Verteilnetzbetreiber in Deutschland hat die N-ERGIE Netz GmbH Mitte November 2025 ein Ausschreibungsverfahren für einen so genannten netzdienlichen Großbatteriespeicher. Interessenten können sich um ein konkretes Speicher-Projekt in Mittelfranken bewerben.

Mit einer Leistung von bis zu 20 Megawatt (MW) und einer Kapazität von 80 Megawattstunden (MWh) soll der Speicher mitwirken, das Stromnetz zu flexibilisieren und die Aufnahmekapazität für erneuerbare Energien langfristig zu erhöhen. Der Investor verpflichtet sich mit seiner Bewerbung, den Be- und Entladeprozess an den Bedarfen des Stromverteilnetzes auszurichten – im Gegensatz zu bereits vorhandenen Speichern, deren Betriebsweise sich ausschließlich an der Preisentwicklung auf dem Strommarkt orientiert. Weitere Informationen zu Energiespeichern und den Link zur Ausschreibung finden Sie hier auf der Internetseite der N-ERGIE Netz GmbH.

Herausforderungen der Energiewende gemeinsam meistern

Die neuartige Speicheranlage soll einen lokalen Netzengpass entlasten. Das Vorhaben ist mit der zuständigen Bundesbehörde, der Bundesnetzagentur, abgestimmt. „Mit dieser Ausschreibung erreichen wir einen Meilenstein auf dem Weg zum flexiblen, leistungsfähigen Stromverteilnetz der Zukunft“, betonen Kerstin Fröhlich und Michael Weber von der Geschäftsführung der N-ERGIE Netz GmbH. „Wir freuen uns auf zahlreiche Gebote und sind davon überzeugt, dass auch der netzdienliche Betrieb von Stromspeichern attraktiv für Projektierer sein kann. Wir danken der Bundesnetzagentur für die konstruktiven Gespräche, die erneut verdeutlichen: Die Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe.“

Netzausbau: Investitionen von 1,3 Milliarden bis 2030

Ein leistungsfähiges Stromnetz ist die Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende. Ganz besonders kommt es auf das regionale Verteilnetz an, das alle Leitungen bis zu einer Spannung von 110 Kilovolt umfasst. So gut wie alle Erneuerbare speisen hier ein. Im Netzgebiet der N-ERGIE Netz GmbH sind das aktuell bereits über 115.000 PV-, Windkraft- und Biogasanlagen.

Der dynamische Zubau der Erneuerbaren – in der Region 2023 und 2024 weiter rekordmäßig angestiegen – stellt Verteilnetzbetreiber vor eine große Herausforderung. Da zeitweise (gerade in den Mittagsstunden) ein Mehrfaches des regional benötigten Stroms erzeugt wird, müssen die Kapazitäten im Netz für den Abtransport stark erhöht werden. Deshalb plant die N-ERGIE Netz GmbH bis 2030 mit Investitionen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro allein in ihr rund 29.000 Kilometer langes Stromnetz. Es erstreckt sich vom Würzburger Umland im Norden, bis Eichstätt im Süden sowie von Weikersheim im Westen, bis nach Sulzbach-Rosenberg im Osten.

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