Ein Haus erlebt die Energiewende

© iKratos

Die neue Wärmepumpe macht den Altbau sogar im Winter wohlig warm - bis ins Dachgeschoss.

Mit Wärmepumpe, Photovoltaik und Solarthermie ist Familie Egloffstein aus Hüttenbach nachhaltig versorgt. Nicht zuletzt dank der Fördermittel aus dem CO2-Minderungsprogramm der N-ERGIE.

Neue Energie im alten Haus

Mitte der 1960er-Jahre bezogen die Eltern von Gerhard Egloffstein mit ihren drei Kindern das neue Haus. Damals beheizten Öl-Einzelöfen die Zimmer. Etwa 30 Jahre später fand ein Generationswechsel statt, familiär und energetisch: Nun lebte Sohn Gerhard mit seiner Frau Karin, den beiden Kindern und seiner Mutter hier.

Ein Anbau vergrößert seitdem die Wohnfläche, das Bestandsgebäude wurde teilsaniert. Neue Fenster und die Dämmung des Daches gehörten dazu, ebenso eine
zentrale Ölheizung mit Dreizugkessel, damals die modernste Technologie. Außerdem wurde eine Solarthermie-Anlage mit einer Fläche von sechs Quadratmetern und einem 800-Liter-Speicher installiert. „Ich war Mitte der 1990er-Jahre der Erste in der Region mit Solarthermie. Die Anlage arbeitet nach wie vor“, berichtet Gerhard Egloffstein stolz. Ein Zuschuss vom Fränkischen Überlandwerk (ein Vorgängerunternehmen der N-ERGIE) ermöglichte damals das Vorhaben.

Ade Ölheizung − willkommen Wärmepumpe

Wiederum rund 30 Jahre später begann die alte Ölheizung zu schwächeln. Der Maschinenbau-Ingenieur beschäftigte sich intensiv mit verschiedenen Möglichkeiten für eine neue Heizung. „Ich wollte so selbstständig wie möglich sein. Der Verkauf der erzeugten Energie hatte nie Priorität, aber die Technologie sollte marktreif sein“, erinnert er sich. Die Kombination von Wärmepumpe und Photovoltaik (PV) und das Angebot der Firma iKratos überzeugten ihn. Mit ausschlaggebend war der Hinweis des Fachbetriebs auf die Fördermöglichkeiten durch die N-ERGIE. „Das Team iKratos hat mich mit den ganzen Anträgen und Formularen sehr gut unterstützt“, lobt er rückblickend.

Anfang Februar 2025 wurden Wärmepumpe und PV-Anlage eingebaut. „Da war es ordentlich kalt. Am fünften Tag sprang die Wärmepumpe an“, erinnert sich Gerhard Egloffstein. Bis heute ist seine 88-jährige Mutter das „energetische Maß der Dinge“. Denn die Wärmepumpe musste so eingestellt werden, dass in ihrer Dachgeschoss-Wohnung eine Raumtemperatur von 25 Grad erreicht wird. „Das klappt gut“, freut sich der Ingenieur. „Selbst bei Minusgraden lag die maximale Vorlauftemperatur bei 50 Grad und wir können sogar die alten Heizkörper weiter nutzen.“

Fördermittel für die Energiewende

Der Sonnenstrom aus der eigenen PV-Anlage hat Familie Egloffstein gut über den Sommer gebracht. Ein zweiter, nachträglich installierter Speicher soll den Eigenverbrauchsanteil auf etwa 70 Prozent erhöhen. „Trotz der Zuschüsse ein finanzieller Kraftakt. Aber wir verbrennen keine fossilen Energieträger mehr, darum geht es“, betont Gerhard Egloffstein und ergänzt lachend: „Der Heizraum ist jetzt so sauber, da kann man sogar Wäsche trocknen.“

Partner für die Energiewende zu Hause

Zum Partner-Netzwerk der N-ERGIE gehören ausgewählte Handwerksbetriebe aus der Region, die im regelmäßigen Austausch mit der N-ERGIE stehen. Sie unterstützen bei der praktischen Umsetzung und machen ihre Kundschaft auf günstige Energieprodukte und Förderprogramme aufmerksam, die manche Investitionen erst ermöglichen. Zum Beispiel auf das CO2-Minderungsprogramm der N-ERGIE, das jedes Jahr neu aufgelegt wird. Informationen zu den Förderpositionen und Anträge gibt es ab Mitte Januar.

Die Energieberatung der N-ERGIE informiert Sie herstellerneutral zu den Themen Heizungsumstellung und Heizsysteme im Alt- und Neubau, Energieeffizienz, Sanierungsmaßnahmen und Fördermittel. Die Beratung  ist telefonisch, persönlich oder online über Teams möglich. Sie ist kostenlos für Kundinnen und Kunden der N-ERGIE.

„Selbst bei Minusgraden lag die maximale Vorlauftemperatur bei 50 Grad und wir können sogar die alten Heizkörper weiter nutzen.“

Gerhard Egloffstein

Daten und Fakten

Photovoltaik: Leistung 11,4 kW (peak), Südost- und Südwest-Ausrichtung für gleichmäßige Erzeugung über den Tag
Batteriespeicher: insgesamt 27 kWh (2 Speicher)
Solarthermie: 6 m2 mit 800-Liter-Speicher
Wärmepumpe: Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 16 kW und 500-Liter-Pufferspeicher Brauchwasser-Wärmepumpe mit 250-Liter-Speicher (ergänzt Solarthermie bei Bedarf)
Fördermittel: Guthaben aus Riester-Vertrag, KfW-Zuschüsse, CO2-Minderungsprogramm der N-ERGIE
Handwerkspartner: iKratos Solar- und Energietechnik GmbH, Weißenohe

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