Turbine von 1922 wird erstmals generalüberholt

© N-ERGIE, Andrea Rudolph

Sorgen für den reibungslosen Betrieb und die Turbinensanierung im Wasserkraftwerk Hammer: Roland Ulrich (links) und Stefan Amm.

Regenerative Stromerzeugung im Wasserkraftwerk Hammer

Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts wird im Osten Nürnbergs die Wasserkraft der Pegnitz zur Energieerzeugung genutzt. Nun wird die ältere der beiden Turbinen des Flusskraftwerks Hammer erstmals von Grund auf überholt.

Die Anlage besteht aus zwei Turbinen mit jeweils 150 Kilowatt Leistung: die Francis-Turbine stammt aus dem Jahr 1922, die Kaplan-Turbine aus 1956. Außer dem Tausch von Verschleißteilen und dem Einbau eines neuen Generators im Jahr 2018 war in den vergangenen Jahrzehnten keine größere Wartung oder Reparatur der über 100 Jahre alten Turbine notwendig.

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Vorbereitung für die Generalüberholung: Die Francis-Turbine im Wasserkraftwerk Hammer wird nach über 100 Jahren Betrieb nun erstmals von einem Fachbetrieb von Grund auf Instandgesetzt.

Vollständige Demontage und Zerlegung in alle Einzelteile

Ein Fachbetrieb aus Oberfranken demontiert in dieser Woche die Francis-Turbine vollständig, transportiert sie ab und zerlegt sie dann in der eigenen Werkstatt in alle Einzelteile – auch den Generator, das Getriebe und das Laufrad. Alle Komponenten werden intensiv gereinigt, auf mögliche versteckte Schäden geprüft, ggf. ausgetauscht, repariert und neu beschichtet. Um den Ausbau vorzubereiten, wurde Ende Mai der Fluss am Wehr für einige Stunden aufgestaut.

Ziel der aufwändigen Aktion ist es, den Wirkungsgrad der Anlage zu erhöhen und die regenerative Erzeugung langfristig zu sichern. Die N-ERGIE investiert in die umfassende Instandsetzung rund 120.000 Euro. Während der Generalüberholung der Francis-Turbine steht das Kraftwerk still, da die Anlage aufgrund des gemeinsamen Wasserzuflusses nicht nur von einer Turbine betrieben werden kann.

 Jährlich 1,2 Millionen Kilowattstunden Ökostrom

Pro Jahr erzeugen die beiden Turbinen im Schnitt rund 1,2 Millionen Kilowattstunden Ökostrom. Damit können etwa 350 Haushalte versorgt werden. Der genaue Ertrag hängt stark vom Pegelstand der Pegnitz ab. Die Stauhöhe direkt am Wehr beträgt gewöhnlich drei Meter. Ein deutlich höherer Wasserstand – etwa nach starkem und anhaltendem Regen – führt nicht automatisch zu mehr Leistung. Optimal arbeitet das Kraftwerk, bei einem Zufluss von 4.000 bis 6.000 Litern pro Sekunde je Turbine. Mehr zur Geschichte der Stromerzeugung in Hammer lesen Sie hier.

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Für die Dauer der Turbinensanierung ist der Wasserzufluss von der Pegnitz ins Kraftwerk durch eine Bretterwand gesperrt.

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