Umwelt macht Schule

Die Umweltheldinnen und -helden aus der 9. Klasse der Mittelschule Absberg-Haundorf mit Ihrem Lehrer Jonas Engeler
© N-ERGIE, Marko Godec

Die Umweltheldinnen und -helden mit ihrem Lehrer: Fabian, Jona, Johannes, Talia, Maurice, Jonas Engeler, Felix, Hanna, Marie (v.l.)

Herbst 2025: Die Umweltheldinnen und Umwelthelden von 2024 gehen jetzt in die 9. Klasse der Mittelschule Absberg-Haundorf. Was ist nach einem Jahr geblieben vom Nachhaltigkeitswettbewerb, den die N-ERGIE ins Leben gerufen hat? 

Heldenhaft nachhaltig

Die Idee für das Erneuerbare-Energien-Projekt hatte der Jonas Engeler bereits, als seine 9. noch eine 7. Klasse war. „Leider fehlte der Schule das Geld für die Anschaffung eines Solarmoduls“, erklärt der Lehrer, der die Klasse nun im dritten Schuljahr leitet. Doch nach den Sommerferien 2024 machte ihn eine Kollegin auf den Wettbewerb der N-ERGIE aufmerksam. Er bewarb sich schnell, um das Preisgeld für die ersten hundert Einsendungen zu bekommen und damit ein Modul mit Wechselrichter zu kaufen.

Doch es kam anders: Mit ihrem Projekt „Wie funktioniert erneuerbare Energie?“ landete seine 8. Klasse zunächst unter den besten Fünf – und schließlich sogar auf dem ersten Platz. „Herr Engeler hat uns erst nichts von der Bewerbung gesagt. Und dann hat er uns gebeichtet, dass wir genommen wurden. Nach dem ersten Schock waren aber alle schnell begeistert“, erinnert sich der 14-jährige Jona.

Gewinn für Wissen und Umwelt

Mit dem höheren Budget konnte das Projekt ausgebaut werden: Zwei unterschiedliche Module mit Wechselrichter, eines davon bifazial, und ein Batteriespeicher ermöglichen weitere Beobachtungen. „Der Wechselrichter wurde mit dem WLAN verbunden, damit wir die Daten im Unterricht auf dem Handy einsehen können. Insgesamt haben wir über 500 Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugt“, berichtet seine Mitschülerin Talia stolz.

So hat die Klasse im NT-Unterricht ganz praktische Fragen beantwortet: Wie verhalten sich die Module bei unterschiedlicher Sonneneinstrahlung? Wie ist das mit dem Eigenverbrauch? Wie viel Strom haben wir erzeugt? Wie viel CO2 haben wir vermieden? Talia (16) präsentiert eine Auswertung, in der die Produktion des Balkonkraftwerks mit dem Verbrauch des Beamers verglichen wird: „Man sieht genau, wann Wochenende war: Da wurde der Beamer nicht benutzt. An einem anderen Tag war es bewölkt, sodass unser Sonnenstrom nicht einmal für den Beamer gereicht hat.“

Mit Eifer dabei

Und Jonas Engeler ist mit seiner Klasse noch viel tiefer in das Thema erneuerbare Energien eingestiegen. Mit den Schülerinnen und Schülern ist er der Frage nachgegangen, wie das Stromnetz funktioniert und welche Rolle konventionelle Kraftwerke und erneuerbare Energien für das Thema Netzstabilität spielen. Ein Simulator half dabei, sich die Auswirkungen vorzustellen. „Wir hätten das sonst nie so intensiv im Unterricht behandelt, aber so war einfach das Interesse da.“

Deshalb wurde im Mathe-Unterricht mit Wattzahlen gerechnet, die Schülerinnen und Schüler haben Statistiken ausgewertet, und beim Thema Sachtext in Deutsch ging es darum, wie ein Balkonkraftwerk aufgebaut wird. „Na ja, irgendwann haben sie auch mal gemeckert“, schmunzelt der Lehrer, „aber es hat sie doch gepackt und alle haben verstanden, worum es geht.“

Weil Jonas Engeler mit dieser Projektarbeit so gute Erfahrungen gemacht hat, wird auch die aktuelle 8. Klasse anhand der Balkonsolaranlage viel über erneuerbare Energien lernen.

„Wir hätten das Thema sonst nie so intensiv im Unterricht behandelt. Durch das Projekt war einfach das Interesse da.“

Jonas Engeler, Lehrer an der Mittelschule Absberg-Haundorf

Ein Blick zurück

Ein Höhepunkt des Projekts war der Ausflug zur Preisverleihung nach Nürnberg im Dezember 2024 – inklusive Fotosession und Interviews durch das Moderatorenteam von 98.6 charivari.

Umweltheld*innen – es geht weiter

Auch 2025 fiel der Startschuss für den Wettbewerb nach den Sommerferien. Wieder ist der Radiosender 98.6 charivari als Partner mit dabei und wieder waren Kitas und Schulen aufgefordert, sich mit ihren Umweltprojekten um insgesamt 50.000 Euro Fördergelder zu bewerben. Die fünf besten Projekte wurden von einer Jury ausgewählt. Unter diesen gab es dann ein öffentliches Online-Voting auf der Website des Senders. Das Siegerprojekt steht im Dezember 2025 fest und erhält 5.000 Euro. Eine Fortsetzung des Nachhaltigkeitswettbewerbs 2026 ist geplant.

Möglich machen dies auch die Kundinnen und Kunden unseres Ökostromprodukts PURNATUR. Für jede verbrauchte Kilowattstunde Strom landet ein Cent in einem Fördertopf zur Unterstützung innovativer, regenerativer Projekte.

Weitere Infos

Homepage der Grund- und Mittelschule Absberg-Haundorf
Nachhaltigkeitswettbewerb der N-ERGIE: Umweltheld*innen gesucht
Schulinformation der N-ERGIE im Internet

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