Höher und anpassungsfähiger

So sieht ein Windrad innen aus: Mit der steigenden Anzahl der Anlagen hat sich auch die Technik enorm weiterentwickelt.
Warum moderne Windkraftanlagen mehr Leistung und Schutz bieten
Die Energiewende hat in den vergangenen Jahren so richtig Fahrt aufgenommen: Mit der steigenden Anzahl der regenerativ erzeugenden Anlagen hat sich auch die Technik enorm weiterentwickelt. Windkraftanlagen sind heutzutage meist höher, leistungsstärker und können sich besser an die Bedürfnisse von Menschen und Tieren anpassen.
Während ältere Anlagen eine Nabenhöhe von 50 bis 100 Meter hatten, werden viele neue Windräder bis zu 180 Meter hoch gebaut, einzelne sogar noch höher. Ein Vorteil der Höhe ist, dass der Wind häufiger, stärker und gleichmäßiger weht. Deswegen liegt der Stromertrag pro Anlage auch zwei- bis fünfmal so hoch als früher. Die Folge: Moderne Anlagen können auch an Standorten wirtschaftlich arbeiten, die vor einigen Jahren noch ungeeignet erschienen.

Windpark bei Denkendorf
Außerdem erzeugen moderne Anlagen nicht nur mehr Leistung, sondern auch wesentlich mehr Energie im Jahresverlauf, da sie den Wind effizienter nutzen. Das heißt: Weniger Anlagen können bei gleichem Flächenverbrauch ebenso viel oder sogar mehr Strom erzeugen.
Obwohl moderne Anlagen größer sind, sind sie nicht automatisch lauter. Dafür sorgen leisere Getriebe oder getriebelose Generatoren, optimierte Blattspitzen und Rotorblätter sowie eine intelligente Betriebssteuerung: In der Nähe von Wohngebieten kann beispielsweise nachts die Drehzahl reduziert werden.
Jüngere Windkraftanlagen bieten darüber hinaus auch mehr Möglichkeiten für den Artenschutz. So erkennen Radar- und Kamerasysteme große Vögel. Anlagen werden zeitweise abgeschaltet, wenn Greifvögel oder Fledermäuse unterwegs sind oder während bestimmter Wetterlagen, bei denen Fledermäuse besonders aktiv sind.