Welche Heizung ist die richtige für mich?

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Die Expert*innen der N-ERGIE geben Orientierung im Heizungsdschungel

Spätestens wenn die Heizung schwächelt oder nicht mehr richtig warm wird, steht eine Entscheidung im Raum, die oft herausfordernder ist als erwartet: „Wie möchte ich in Zukunft heizen?“ Was früher meist klar war, ist heute deutlich komplexer. Neben Anschaffungs- und Betriebskosten spielen auch Platzverhältnisse im Eigenheim, Umwelt- und Klimaschutz, gesetzliche Vorgaben und Fördermöglichkeiten eine entscheidende Rolle.

Die Expertinnen und Experten der N-ERGIE unterstützen Sie dabei, die passende Lösung für Ihr Zuhause zu finden. Wir haben mit zwei von ihnen über die wichtigsten Fragen rund um die moderne Wärmeversorgung gesprochen.

N-ERGIE Energieberaterin Eva Denzler: „Nicht jede Lösung passt überall“

Eva Denzler ist zertifizierte Energieberaterin bei der N-ERGIE. Sie und ihre Kolleg*innen der Energie- und Umweltberatung beraten zu allen Themen rund um Neubau, Altbausanierung, Fördermittel und Energieeffizienz. Jetzt Beratungstermin buchen.

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Frau Denzler, was bedeutet das überarbeitete Gebäudeenergiegesetz für Hauseigentümer*innen?

Eva Denzler: Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz ersetzt das bisherige Gebäudeenergiegesetz und löst im Kern die Vorgabe ab, neue Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Die Argumentation ist, dass Eigentümerinnen und Eigentümern freier über ihre künftige Heizung entscheiden können sollen.

In der Praxis merken wir aber vor allem eines: Die Entscheidung wird anspruchsvoller. Denn jetzt stehen mehrere Wege offen, das Gesetz erlaubt den Weiterbetrieb und Neueinbau von Öl- und Gasheizungen. Allerdings müssen die eingesetzten Brennstoffe bei neuen Anlagen gemäß einer Bio-Treppe sukzessive klimafreundlicher werden.

Was wird aus Öl- und Erdgasheizungen?

Eva Denzler: Öl- und Erdgasheizungen können weiterhin installiert und betrieben werden. Gleichzeitig zeigt sich jedoch ein klarer Trend hin zu klimafreundlicheren Alternativen wie Wärmepumpen oder Fernwärme.

Ändern sich die Fördermöglichkeiten?

Eva Denzler: Klimafreundliche Heizungen werden von der Bundesregierung weiterhin gefördert, die Heizungs- und Gebäudeförderung (BEG) wird fortgesetzt. Es gibt aber ein paar Anpassungen. So ist seit dem 21. Juli 2026 der Einkommensbonus gestaffelt und der Förderdeckel gesenkt. Außerdem wird der Klimageschwindigkeitesbonus schrittweise gesenkt. Familien kommt der Kinderzuschlag zugute. Bei der KfW findet man alle aktuellen Informationen zur Heizungsförderung.

Welche Heizlösung eignet sich für welches Zuhause?

Eva Denzler: Welche Heizung in welches Zuhause passt, lässt sich pauschal nicht beantworten. Entscheidend sind Faktoren wie das Alter und der energetische Zustand des Gebäudes, die vorhandene Infrastruktur, die Platzverhältnisse und natürlich die individuellen Wünsche der Eigentümerinnen und Eigentümer.

Eine Wärmepumpe beispielsweise eignet sich besonders für gut gedämmte Gebäude und Neubauten. Sie nutzt Energie aus der Umwelt und arbeitet unabhängig von fossilen Energieträgern. Auch in vielen Bestandsgebäuden kann sie eine gute Lösung sein, wenn die Voraussetzungen stimmen.

Deshalb empfiehlt sich immer eine individuelle Betrachtung der jeweiligen Immobilie. Eine professionelle Energieberatung hilft dabei, die technisch und wirtschaftlich passende Lösung für das eigene Zuhause zu finden und auch Möglichkeiten wie eine Hybridlösung zu prüfen.

Alexander Braun ist Experte für Wärmenetze und Infrastruktur bei der N-ERGIE, aus Erfahrung weiß er: „Einfach ist oft die beste Lösung.“

Alexander Braun, Leiter Vertrieb Wärmekunden bei der N-ERGIE, und sein Team sind Ansprechpartner für alle, die sich für Fernwärme interessieren. Von der Antragstellung bis zum Anschluss – unser Fernwärme-Team hilft Ihnen gerne. Mehr Infos unter www.fernwaerme.n-ergie.de

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Herr Braun, wie sieht die moderne Wärmeversorgung aus?

Alexander Braun: Ein moderner Klassiker ist die Fernwärme. Hier wird die Wärme zentral erzeugt und über ein Wärme-Netz direkt ins Gebäude geliefert. Für viele bedeutet das: platzsparende und saubere Technik im Keller, geringer Wartungsaufwand, eine besonders unkomplizierte Lösung für den Alltag.

Gerade in dicht bebauten Stadtgebieten ist Fernwärme eine sinnvolle Option. Sie ist in einigen Teilen Nürnbergs bereits verfügbar und wird in weiteren Gebieten ausgebaut. Wo ein Anschluss möglich ist, bietet sie eine komfortable und platzsparende Form der Wärmeversorgung.

Was bedeutet der Fernwärme-Ausbau für die Erdgasversorgung?

Alexander Braun: Ich bin davon überzeugt, dass die Fernwärme in vielen Teilen Nürnbergs künftig eine wichtige Rolle bei der Wärmeversorgung spielen wird. Die N-ERGIE baut das Fernwärmenetz in geeigneten Gebieten kontinuierlich aus. Gleichzeitig wird die Bedeutung fossiler Energieträger langfristig zurückgehen. Fernwärme bietet dabei den Vorteil, dass sich neue Technologien und erneuerbare Energiequellen zentral in das System integrieren lassen. So kann sich die Wärmeerzeugung Schritt für Schritt weiterentwickeln, ohne dass die angeschlossenen Gebäude technisch angepasst werden müssen.

Das heißt Fernwärme ist eine gute Lösung fürs Stadtgebiet?

Alexander Braun: Fernwärme ist vor allem dort interessant, wo ein Anschluss an das bestehende oder zukünftige Netz möglich ist. Sie benötigt wenig Platz im Haus, ist wartungsarm und hat bei uns in Nürnberg den entscheidenden Vorteil, dass sie automatisch immer klimafreundlicher wird – und damit die aktuellen und zukünftigen gesetzlichen Vorgaben berücksichtigt. Wir bei der N-ERGIE kümmern uns darum, den Anteil fossiler Energieträger zu reduzieren und den Anteil erneuerbarer Energien Schritt für Schritt zu steigern, etwa durch den Einsatz von Großwärmepumpen und Biomasse.

Damit erfüllt Fernwärme bereits heute die Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes. Auf unserer Fernwärme-Website informieren wir darüber, wo Fernwärme bereits verfügbar ist, in welchen Gebieten ein Ausbau geplant ist und welchen Status die einzelnen Ausbaugebiete aktuell haben.

Sie haben Interesse an einem Fernwärme-Anschluss? Kontaktieren Sie unsere Expert*innen: www.fernwaerme.n-ergie.de

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